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Weihnachtsschmuck – Mieter und Eigentümer müssen sich an Grenzen halten

Bereits kurz vor der Adventszeit beginnen viele Mieter und Eigentümer damit, die Wohnung oder auch das gesamte Haus festlich zu schmücken. Viele Menschen beschränken sich bei der weihnachtlichen Dekoration allerdings nicht nur auf das Innere des Objektes, sondern sie möchten auch den Garten, den Eingangsbereich oder die Fassade schmücken. Häufig kommen Lichterketten, Dekofiguren oder auch klassische Kränze zum Einsatz. So schön der Weihnachtsschmuck auch aussieht, bei der Anbringung sollten Grenzen beachtet werden.

Dekoration im eigenen Wohnbereich ohne Erlaubnis möglich

Der Innenbereich wie auch die Fenster und Balkone dürfen in der Regel nach Herzenslust geschmückt und verziert werden. Ob dies den Geschmack der anderen Eigentümer oder Vermieter trifft, ist zunächst nicht relevant. Eine Erlaubnis ist somit nicht erforderlich. Aber auch im Haus müssen Mieter oder Eigentümer von Eigentumswohnungen einige Dinge beachten:

Zustimmung vor der Dekoration des Außenbereiches einholen

Viele Häuser werden allerdings nicht nur innen, sondern ebenso außen geschmückt. Denn auch der Vorgarten und andere Außenbereiche sollen entsprechend der Tradition vieler Haushalte in Deutschland glitzern und funkeln. Bei der Dekoration des Außenbereiches ist häufig die Zustimmung des Vermieters oder aber der Eigentümergemeinschaft notwendig.

Wie im Innenbereich gilt auch außen, dass zu Dekorationszwecken kein Eigentum beschädigt werden darf und sich niemand durch den Betrieb belästigt fühlen sollte. Werden beispielsweise Lichterketten an der Fassade befestigt, dann müssen häufig Löcher gebohrt werden. Dazu muss vorab die Zustimmung der Beteiligten eingeholt werden. Belästigungen der Anwohner lassen sich hingegen vermeiden, indem sich bei sehr heller oder blinkender Dekoration darauf geeinigt wird, diese in den Nachtstunden abzustellen.

Aber auch wenn Beschädigungen oder Belästigungen ausgeschlossen werden können, muss in der Regel eine Zustimmung vorliegen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein Mieter oder Eigentümer einen Weihnachtsbaum im Vorgarten des Gemeinschaftsgrundstückes aufstellen möchte. Zudem ist eine Gefährdung anderer auszuschließen. Auf eine gute Sicherung, welche selbst Regen und Sturm standhält, ist dementsprechend zu achten. Alle Gehwege müssen bei großen Dekorationsobjekten noch ungehindert und frei zugänglich bleiben.

Weihnachtsdekoration sicher und störungsfrei anbringen

Hierzulande ist es durchaus üblich, nicht nur den Innen- sondern auch den Außenbereich zu schmücken. Wer es damit nicht übertreibt, wird sich in der Regel keinen Ärger mit den Miteigentümern, Vermietern oder Nachbarn einhandeln. Sollte der Weihnachtsschmuck dennoch stören, ist in vielen Fällen ein klärendes Gespräch hilfreich. Denn wenn sich Nachbarn durch die Dekoration belästigt fühlen, haben sie das Recht, auf Unterlassung zu klagen.

Werden allerdings Schäden durch den Weihnachtsschmuck verursacht, dann muss der Verursacher dafür aufkommen. Das betrifft nicht nur Bohrlöcher, sondern auch jene Schäden, welche durch Vernachlässigung der Verkehrssicherungspflicht entstehen. Denn Mieter wie Eigentümer haften, wenn Anwohner oder andere Passanten durch unsachgemäß aufgestellte Dekoration zu Schaden kommen.

Wer sich hingegen an einige Regeln hält und sicherstellt, dass niemand durch die eigene Weihnachtsdekoration gestört oder geschädigt wird, kann sich auf einen weihnachtlich geschmückten Innen- und Außenbereich freuen.