Weihnachtsdekoration – das ist erlaubt

Weihnachtsdekoration - das ist erlaubt

Spätestens ab dem 1. Dezember ist es soweit: Dann beginnt die Vorweihnachtszeit und mit ihr die Zeit des Dekorierens und der Beleuchtung. Figuren und andere Dekorationselemente zieren nicht nur die Räume, sondern an vielen Häusern auch die Fenster und den Außenbereich. Doch was für den einen Bewohner schön und festlich aussieht, ist für so manchen Anwohner ein Ärgernis. Insbesondere um zu helle Weihnachtsbeleuchtung streiten sich viele Anwohner in der Adventszeit. Grundsätzlich ist die Weihnachtsdekoration auch erlaubt, aber insbesondere in Hinblick auf die Beleuchtung gibt es für Mieter und Eigentümer Einschränkungen zu beachten.

Weihnachtsdekoration mit Eigentümern abstimmen

Grundsätzlich dürfen Mieter und Eigentümer sich an der Tradition beteiligen, ihr Heim in der Vorweihnachtszeit festlich zu schmücken. Doch im Außenbereich wie an Hausfassaden und auf Balkonen sowie im Garten und in Treppenhäusern gelten besonderen Regelungen. Sie dienen insbesondere dazu, dass sich andere durch die Dekoration nicht gestört fühlen und das Erscheinungsbild des Objektes nicht beeinträchtigt wird. Zu viel Dekoration kann sogar den Wert einer Immobilie negativ beeinflussen. Dementsprechend sind Eigentümer daran interessiert, klare Regelungen für die Weihnachtsdekoration zu schaffen. Diese Regelungen lassen sich in der Eigentümerversammlung festlegen. Dort lassen sich Fragen erörtern, ob Bewohner beispielsweise einen kletternden Weihnachtsmann an der Fassade anbringen dürfen oder ob die Fassade in den Abendstunden im hellen Licht erstrahlen darf.

Weihnachtsdekoration ist mit Einschränkungen erlaubt

Grundsätzlich ist es jedem Bewohner erlaubt, seine eigenen vier Wände, ganz egal, ob gemietet oder gekauft, nach den eigenen Vorstellungen zu dekorieren und festlich zu beleuchten. Wird in Verträgen wie dem Mietvertrag oder der Hausordnung nichts Entsprechendes vereinbart, gilt das auch für die Fenster. Somit sind Lichterketten am Fenster in den meisten Fällen erlaubt. Darüber hinaus ist es auch möglich, den Balkon oder sogar die Hausfassade zu beleuchten. Dabei sind jedoch einige grundsätzliche Regelungen zu beachten:

  • Die Dekoration muss sicher angebracht werden und darf niemanden gefährden.
  • Die Hausfassade darf durch die Montage nicht beschädigt werden.
  • Eine übermäßige Störung der Nachbarn ist zu vermeiden.
  • Der Adventskranz darf an der Wohnungstüre hängen – vorausgesetzt die Tür wird nicht durch die Montage beschädigt.
  • Andere Bewohner müssen nicht hinnehmen, wenn der gesamte Treppenhausbereich im Ermessen eines Mieters weihnachtlich gestaltet wird.
  • Das Erscheinungsbild des Gebäudes darf nicht negativ beeinflusst werden.

Nachtruhe auch bei der Beleuchtung einhalten

Die vorgenannten Ausführungen zeigen, dass es in einigen Fällen nicht immer eindeutig ist, ob die Dekoration erlaubt ist oder nicht. Insbesondere die Frage, ob die Dekoration und Beleuchtung andere stört, lässt sich nicht immer eindeutig klären. Damit ist es nicht verwunderlich, das viele Streitigkeiten in diesem Bereich vor Gericht landen.

Störungen der anderen Bewohner lassen sich vermeiden, indem die Beleuchtung beispielsweise ab 22 Uhr abgestellt wird. Damit wird sichergestellt, dass sich niemand durch zu grelles oder flackerndes Licht in seiner Nachtruhe gestört fühlt. Auch im Treppenhaus ist auf übermäßige dekorative Elemente zu verzichten, denn dieser Bereich wird von allen Bewohner gemeinschaftlich genutzt. Nicht zuletzt kommt es darauf an, die Regelungen des Brandschutzes einzuhalten. Das gilt für den Betrieb der Weihnachtsbeleuchtung genauso, wie für lose dekorative Elemente im Hausflur.

Düfte in Gemeinschaftsbereichen vermeiden

Zu einer gelungenen Weihnachtsdekoration zählt für einige Menschen auch der passende Duft nach Zimt, Tanne oder Vanille. Dazu stehen im Handel eine ganze Reihe an Duftkerzen und Duftsprays zur Auswahl. Diese sollten jedoch nur innerhalb der eigenen vier Wände zum Einsatz kommen. Auf das Versprühen von Düften im Treppenhaus ist hingegen zu verzichten. Denn das kann zu erheblichen Störungen der Mitbewohner führen. Entsprechende Fälle wurden bereits in Gerichten verhandelt und gaben den Klägern recht. Nicht jeder schätzt Raumparfüm und dementsprechend ist auf andere Bewohner Rücksicht zu nehmen. Das gilt auch für eine übermäßige Nutzung innerhalb der Wohnung. Strömen die Düfte nach außen in den Gemeinschaftsbereich, kann das zu Belästigungen der Mitbewohner und damit zu Konflikten führen.

Fazit

Wer bedacht vorgeht und darauf achtet, dass niemand durch die Weihnachtsdekoration gestört wird und kein Schaden am Objekt oder für Menschen zu befürchten ist, kann sich und andere mit seiner weihnachtlichen Dekoration erfreuen. Im Zweifel ist es hilfreich, vorab den Vermieter oder die Miteigentümer um Erlaubnis zu fragen. Damit lassen sich weitreichende Auseinandersetzungen vermeiden und die Vorweihnachtszeit ohne Konflikte und gerichtliche Auseinandersetzungen genießen.

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