Es wird kälter in Deutschland – können Mieter bereits die Inbetriebnahme der Heizung fordern?

Ja das können sie, obwohl es keine gesetzliche Regelung über die Dauer der Heizperiode gibt. Mieter und Vermieter können in einem Streitfall auf die mietvertragliche Regelung zurückgreifen. Meistens wird in Verträgen die Heizperiode für die Zeit vom 15. September bis zum 15. Mai angesetzt. Allgemein jedoch gilt als Heizperiode die Zeit vom 1. Oktober bis 30. April.

Was Vermieter beachten sollten: außerhalb der Heizperiode muss man bei geringen Außentemperaturen die Beheizung der Mieträume gewährleisten. Für den Herbst / Winter gilt dann, sobald die Zimmertemperaturen der Mieträume tagsüber unter 16 Grad Celsius sinken muss die Heizung sofort in Betrieb genommen werden.

Vermieter müssen die Heizungsanlage auf eine Mindesttemperatur zwischen 20 und 22 Grad Celsius einstellen. Mindesttemperaturen müssen jedoch nicht über den gesamten Tag eingehalten werden. Sogar eine Absenkung auf 18 Grad ist zwischen 23:00 und 6:00 zulässig.

Achtung: wenn die Mindesttemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius in Ihren Mieträumen im Winter nicht erreicht wird, darf der Mieter seine Miete um 10 – 20 % mindern. Fällt die Heizung im Winter komplett aus, darf er die Miete sogar auf bis zu 100 % senken.

Artikel drucken Artikel drucken

Es können keine Kommentare abgegeben werden