So klappt es mit dem Verwalter

Pressemitteilung Kölner Stadtanzeiger – 25.10.2014

Grund- oder Zusatzleistung – was Eigentümer bei der Vertragsgestaltung beachten sollten

Pressemitteilung KSTA 25.10.2014Zwischen Wohnungseigentümern und Verwaltern kann es zu Problemen kommen, wenn es um die, Frage der Leistungen geht: Welche sind mit seiner Grundvergütung abgegolten und für welche nimmt er ein zusätzliches Honorar? Teilweise haben Verwalter dies in ihren Verträgen nicht klar geregelt. Und nicht immer kennen die Eigentümer die entsprechenden Vereinbarungen im Detail.

Gestaltungsspielraum. Bei Verwalterverträgen herrscht Vertragsfreiheit, das heißt, beide Seiten können diese frei gestalten. Üblicherweise zählen zu den Grundleistungen die Durchführung einer jährlichen Eigentümerversammlung, deren Vorbereitung und Nachbetreuung sowie die Erstellung des Wirtschaftsplans.

Auch die Abstimmung mit dem Beirat, die Information und Einsichtnahme in Unterlagen, das Führen der WEG-Konten und das Abschließen und Betreuen von Gebäudeversicherungen zählen in der Regel zu den Basisleistungen. „Zusatzarbeiten betreffen etwa zehn Bereiche der Verwaltung. Diese werden als Pauschalen oder Stundenhonorare im Verwaltervertrag aufgeführt“, erläutert Steffen Haase, Immobilienverwalter in Nürnberg und Vizepräsident sowie Sprecher des Dachverbandes Deutscher Immobilienverwalter (DDIV).

Variables Honorar. Für Sekretariatsaufgaben wird ein niedrigerer Satz veranschlagt als für Leistungen eines Kaufmanns, Architekten oder Bauingenieurs. Zu den besonderen . Leistungen zählt unter anderem das Abhalten außerordentlicher Versammlungen, das Führen von Lohnkonten sowie Mahngebühren und Aufwandsentschädigungen. Außerdem betrifft es den Organisations- und Kontrollaufwand bei größeren Sanierungsmaßnahmen. Auch das Archivieren aller WEG-bezogenen Akten wird in der Regel extra‘ vergütet. Weil hunderte verschiedene Verträge in Deutschland kursieren, bietet der DDIV seit einigen Jahren einen Mustervertrag an.
Unvorhergesehene Kosten. Aber nicht immer können alle Zusatzarbeiten im Vorfeld bedacht. werden – nicht zuletzt weil Gesetzesänderungen die Branche auf Trab halten.

„Konflikte können mit
Musterverträgen
vermieden werden“

Verwalter, die beispielsweise für die Umstellung ihrer Konten auf SEPA – eine Aufwandsentschädigung wollen, sollten dies im Vorfeld per Beschluss absegnen lassen. Bei manchen Verwaltern mag es auch eine Masche sein, dass sie ein günstiges Grundhonorar ansetzen, um. Mandate zu akquirieren und dann über Zusatzleistungen ihre erhoffte Vergütung zu erhalten. Andere fassen mehr Arbeiten innerhalb der Grundvergütung zusammen und berechnen nur in Ausnahmefällen weitere Kosten. Darauf müssen Eigentümergemeinschaften achten.

DER EXPERTE:
Wolfgang Krymalowski ist
Geschäftsführer der Kölner CIG Capitol lmmobilien GmbH.
Das Unternehmen verwaltet über 4.000 Wohnungen.

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