Immobilien als Altersvorsorge: Vor- und Nachteile

Immobilie als AltersvorsorgeMittlerweile stellen Immobilien für die meisten Deutschen eine optimale Altersvorsorge dar, die sicherlich aufgrund der immer weiter sinkenden gesetzlichen Rente notwendig ist. Seit geraumer Zeit gehört die eigene Immobilie definitiv zu den Top-Altersvorsorgen, für die sich in den vergangenen Jahren insbesondere aufgrund der extrem niedrigen Zinsen am Kreditmarkt immer mehr Bürger entschieden haben.

Allerdings stellt sich durchaus die berechtigte Frage, ob Immobilien als Altersvorsorge wirklich für jeden Verbraucher geeignet sind  und was eigentlich im Detail die Vor- und Nachteile sind, die sich aus einem Immobilien-Investment zum Zwecke der privaten Vorsorge ergeben.

Was spricht für Immobilien als Altersvorsorge?

Für eine eigene Immobilie als Altersvorsorge spricht sicherlich insbesondere die Tatsache, dass es sich um ein Sachwert-Investment handelt. Dies wiederum beinhaltet, dass ein automatischer Inflationsschutz vorhanden ist und durch die Immobilie stets ein echter Gegenwert für das Kapital existiert. Darüber hinaus handelt es sich bei der eigenen Immobilie in der Form um ein extrem sicheres Investment, weil der Eigentümer nach Abschluss der Finanzierung, also der Rückzahlung des Immobilienkredites, zukünftig bis an sein Lebensende keine Mietkosten mehr tragen wird.

Dies wiederum führt dazu, dass ein größerer Teil der späteren Rente zur freien Verfügung steht, während Rentner, die eben kein Wohneigentum besitzen, weiterhin einen Großteil ihrer Rente für Miete aufwenden müssen. Aktuell spricht darüber hinaus auch der sehr niedrigen Kreditzins von teilweise unter 1,5 Prozent für den Erwerb einer Immobilie, da die Immobilienfinanzierung mittlerweile zum Teil günstiger als das Zahlen der Miete ist.

 

Was sind die Nachteile einer Immobilie als Altersvorsorge?

Neben den genannten Vorteilen gibt es durchaus einige Nachteile, die vor dem Kauf einer Immobilie und der angedachten Nutzung als Altersvorsorge zu beachten sind. Ein wesentlicher Nachteil besteht schon jetzt für viele Rentner darin, dass es sich bei der Immobilie um eine extrem unflexible Altersvorsorge handelt. Der Hauptgrund ist, dass das gesamte Kapital in der Immobilie steckt und demzufolge daraus keine Liquidität zu entnehmen ist.

Muss der Rentner also beispielsweise unvorhergesehene Ausgaben finanzieren, wie zum Beispiel den Kauf eines neuen Fernsehgerätes, ist die Immobilie nicht dazu in der Lage, für Liquidität zu sorgen.

Anders würde es beispielsweise aussehen, falls der Rentner aus seiner Altersvorsorge Kapital entnimmt, welches zum Beispiel auf einem Festgeldkonto oder einem Sparkonto angelegt ist. Zwar lässt sich eine Immobilie natürlich grundsätzlich ebenfalls liquidieren, allerdings nimmt dies häufig viel Zeit in Anspruch, da selbstverständlich erst ein passender Käufer gefunden werden muss. Ein weiterer Nachteil des Immobilien-Investments – insbesondere als Altersvorsorge – kann darin bestehen, dass mit zunehmendem Alter des Objektes größere Reparaturen oder Sanierung anfallen, die natürlich zu Kosten führen. Da die Kreditinstitute allerdings beispielsweise einem siebzigjährigen Rentner in den meisten Fällen kein größeres Darlehen mehr zur Verfügung stellen werden, besteht das Problem darin, das benötigte Kapital aufzubringen.

 

Immobilie selbst bewohnen oder zwecks anschließender Vermietung erwerben?

Wer sich prinzipiell für Immobilien als Altersvorsorge entscheiden möchte, der steht in der Praxis häufig vor der Frage: Immobilie selbst bewohnen oder nach dem Kauf vermieten? Auf diese Frage gibt es definitiv in der Hinsicht keine pauschal richtige Antwort, ob es nun die bessere Altersvorsorge ist, das Haus selbst zu bewohnen oder es langfristig zu vermieten und quasi aus den Mieteinnahmen eine spätere zusätzliche Rente zu entnehmen.

Stattdessen hängt es von zahlreichen individuellen Faktoren ab, ob nun das eigene Wohneigentum oder das vermietete Objekt die sinnvollere Altersvorsorge darstellt. Sicherlich ist es daher sinnvoll, sich die jeweiligen Vor- und Nachteile dieser zwei Alternativen zu betrachten:

Immobilie als Wohnobjekt selbst nutzen

+ im Alter keine Miete mehr zahlen

+ späterer Marktwert der Immobilie ist relativ bedeutungslos

+ keine Gefahr zumindest vorübergehender Einnahmeverluste aufgrund nicht vorhandener Mieter

+ Änderung der näheren Umgebung (Infrastruktur) haben keine negativen Auswirkungen auf Immobilie

 

– aus der Immobilie wird kein direkter Kapitalzufluss generiert

– nicht vorhandene Liquidität bei eventuellen größeren Ausgaben

 

Immobilie vermieten und Einnahmen generieren

+ regelmäßige Mieteinnahmen können als Zusatzrente dienen

+ Liquidität durch Mietzahlungen vorhanden

+ Einnahmen können in Grenzen bei Bedarf erhöht werden (Mieterhöhung)

 

– Risiko einer zumindest vorübergehend leerstehenden Immobilie und somit Ausfall der Mieteinnahmen

– Änderungen im Umfeld können negative Auswirkungen auf zu vermietende Immobilie haben

Objekt muss stets instand gehalten werden, somit fallen mitunter größere Kosten an

 

Fazit zu Immobilien als Altersvorsorge

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Immobilien sicherlich in der Summe für die meisten Verbraucher nach wie vor eine sehr sinnvolle Altersvorsorge darstellen. Allerdings sollte dies in jedem Einzelfall überprüft werden. Zudem sollten alternative Anlageformen in Betracht gezogen werden, wie beispielsweise ein Investment in Aktien oder Fonds.

Zudem muss jeder Verbraucher, der sich für eine Immobilie als Altersvorsorge entscheidet, aufgrund der individuellen Situation die Frage beantworten, ob er selbst in dem Haus wohnen möchte oder die Vermietung des Objektes die sinnvollere Lösung darstellt.

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